Informationen zur Routerfreiheit

Zum 1. August 2016 ist das Gesetz zur so genannten Routerfreiheit in Kraft getreten. Neu- und Bestandskunden können nun wählen, ob sie eigene Endgeräte oder die von wilhelm.tel kostenfrei zur Verfügung gestellten und auf das wilhelm.tel-Netz abgestimmten Geräte (z.B. Router) zur reibungslosen Nutzung aller gebuchten Dienste verwenden. Bei Nutzung eigener Endgeräte müssen einige Rahmenbedingungen beachtet werden.

Bestandskunden müssen die ab 1. Oktober 2016 gültigen neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Multimediadienste von wilhelm.tel, die vor allem um den Passus zur Routerfreiheit ergänzt wurden, akzeptieren. Die AGB, die wichtigsten AGB-Änderungen und das Bestätigungsformular stehen auf dieser Seite zum Download zur Verfügung. Alle weiteren wichtigen Fragen und Antworten finden sich nachfolgend.

Häufige Fragen

Grundsätzlich unterliegen alle DSL-, Kabel- und Mobilfunkanschlüsse internationalen Standards, welche den Herstellern ermöglichen, kompatible Router für die Netze der Anbieter zu entwickeln. Hierdurch sind nahezu alle DSL-Router für die dazugehörigen Anschlüsse geeignet. Dasselbe gilt ebenfalls für Kabel-Router in Verbindung mit einem Kabelanschluss von wilhelm.tel.

Je nach Anschlussart muss der Router folgende Merkmale unterstützen:

KabelmodemEURO-DOCSIS 3.0
VDSLVDSL2 (Profil 17a)
Ethernet100 TX oder 100/1000 TX

Eine Besonderheit bei Kabelanschlüssen ist die Übermittlung der MAC-Adresse Ihres Kabelrouters an wilhelm.tel, damit wir Ihren Router in unserem Netz freischalten können.

Wichtig ist zu beachten, dass eventuelle Einstellungen Ihres Routers selbstständig anzupassen sind. Die hierzu notwendigen Daten erhalten Sie von wilhelm.tel.

Nein, dies ist nicht notwendig. Der Router benötigt keine Zertifizierung von Internetanbietern, sollte jedoch eine CE-Zertifizierung besitzen.

Die Konfiguration Ihres Routers muss von Ihnen selbst durchgeführt werden. Unsere ServiceMitarbeiter/innen können Ihnen ausschließlich bei wilhelm.tel-Endgeräten eine Hilfestellung bei der Konfiguration geben.

Bitte beachten Sie bei eigener Konfiguration, dass Sie u.a. für die Sicherstellung der Notruffunktionalität (110/112) selbst verantwortlich sind!

Testanrufe bei Polizei und Feuerwehr stören den geregelten Betrieb des Notrufs und sind ausdrücklich untersagt! Siehe § 7 Abs. 4 bis 6 der Sprachtelefonie-AGB-Festnetz.

Nein, für Bestands- sowie Neukunden ändert sich durch die neue Gesetzgebung nichts, sofern der von wilhelm.tel bereitgestellte Router weiterhin verwendet wird.

Sofern Sie ein wilhelm.tel-Endgerät betreiben, werden die Updates der Betriebssoftware weiterhin durch wilhelm.tel aufgespielt. Sollten Sie sich dazu entschließen, einen eigenen Router zu verwenden, müssen Sie selbstständig sicherstellen, dass wichtige, evtl. sicherheitsrelevante Updates aufgespielt werden.

Sofern Sie das wilhelm.tel-Endgerät verwenden,  stehen wir Ihnen wie gewohnt über unsere kostenfreie ServiceHotline zur Verfügung. Sollte ein eigener Router angeschlossen werden, können wir die korrekte Konfiguration leider nicht mit Ihnen prüfen. Hintergrund sind die vielen verschiedenen Anbieter für Router am Markt, die unterschiedliche Benutzeroberflächen aufweisen. In diesem Fall kann durch wilhelm.tel nur eine Prüfung der unternehmenseigenen Leitung bis zum Übergabepunkt erfolgen.

Sollte eine Entstörung nötig sein, bieten wir Ihnen weiterhin ein kostenloses Endgerät von wilhelm.tel an. Bitte beachten Sie hierbei, dass je nach terminlicher Auftragslage einige Tage Wartezeit für den Besuch des ServiceTechnikers einzuplanen sind.

Sollten noch Fragen offen sein, melden Sie sich gerne über unsere kostenfreie ServiceHotline bei uns oder informieren Sie sich beim Hersteller Ihres Wunschgeräts im Internet. Hierzu bietet sich im Falle einer Fritz!Box z.B. die Seite von AVM an: https://avm.de/service/freie-routerwahl/faqs-zur-freien-routerwahl/

Schnittstellenbeschreibung nach §5 FTEG

Anschlusstechnik

1.      Kabelmodem

a.      Docsis 3.0 gemäß den Spezifikationen:
https://www.cablelabs.com/wp-content/uploads/specdocs/CM-SP-PHYv3.0-I08-090121.pdf  

2.      VDSL

a.      VDSL2 gemäß ITU-T G.993.2
https://www.itu.int/rec/T-REC-G.993.2-201501-I/en      

b.      VDSL2 vectoring gemäß ITU-T G.993.5 (in Planung, voraussichtlich ab 2017)
https://www.itu.int/rec/T-REC-G.993.5-201501-I/en

3.      Ethernet

a.      100BaseTX gemäß IEEE 802.3u
http://standards.ieee.org/about/get/802/802.3.html

b.      1.000 BaseTX gemäß IEEE 802.3ab
http://standards.ieee.org/about/get/802/802.3.html


Datenübertragung bei Ethernet und VDSL Anschlusstechnik

1.      Bei Kommunikation über ein Interface

a.      Die Einwahl erfolgt per PPPoE nach RFC 2516 ohne VLAN
https://tools.ietf.org/html/rfc2516

b.      Die Zugangsart ist IPv6 dual-stack lite nach RFC 6333
https://tools.ietf.org/html/rfc6333

c.      die SIP Kommunikation erfolgt über das Internet Interface

2.      Bei Kommunikation über getrennte Interface für Voice und Internet

a.      Das voip-Interface benötigt ein VLAN mit der ID 1001 nach RFC 3069 und ist ein reines IPv4 Interface
https://tools.ietf.org/html/rfc3069

                                                    i.     DHCP auf dem voip-Interface per RFC 2131 und RFC 2132
https://www.ietf.org/rfc/rfc2131.txt
https://www.ietf.org/rfc/rfc2132.txt

                                                   ii.     Es wird in den Options ein vendor class identifier benötigt, der das Endgerät als kundeneigenes Endgerät kennzeichnet. Bestenfalls mit „retail“ im Namen.

                                                  iii.     Besondere Options werden gemäß RFC 1533 festgelegt, hier wird unter anderem der dns und ntp übergeben
https://www.ietf.org/rfc/rfc1533.txt

b.      Das Internet-Interface benötigt ein VLAN 1002 mit der ID nach RFC 3069
https://tools.ietf.org/html/rfc3069

                                                    i.     Die Einwahl erfolgt per PPPoE nach RFC 2516
https://tools.ietf.org/html/rfc2516

                                                   ii.     Die Zugangsart ist IPv6 dual-stack lite nach RFC 6333
https://tools.ietf.org/html/rfc6333


Datenübertragung bei Kabelmodem Anschlusstechnik

1.      Bei Kabelmodemtechnik muss die Kabelmodem Mac Adresse im System hinterlegt werden. Hierzu muss diese beim Anschluss eines neuen Endgerätes einmal der wilhelm.tel mitgeteilt werden.


Telefonie

1. Die VoIP Kommunikation für Privatkunden erfolgt gemäß der Schnittstellenbeschreibung_SIP_PK

2. Die VoIP-Kommunikation für Geschäftskunden erfolgt gemäß der Schnittstellenbeschreibung_SIP_GK